Unsere Grundschulen in Rotenburg sind nicht in ausreichendem Maße auf den Ganztagsbetrieb vorbereitet. Das liegt vor allem daran, dass viele dafür dringend benötigte Finanzmittel in Millionenhöhe von Rot-Grün einseitig und aus ideologischen Gründen in die Ausstattung der IGS investiert wurden. Dagegen müssen wir die Mittel im Schulbereich auf eine attraktive Ausgestaltung der Grundschulen konzentrieren. Eltern treffen ihre beruflichen und persönlichen Standortentscheidungen auch vor dem Hintergrund des Schulangebots im Elementarbereich. Wenn Rotenburg im Wettbewerb bestehen will, brauchen wir gut ausgestattete Grundschulen. Darüber hinaus müssen wir für die Entwicklung der Schulstruktur Schülerzahlen, Raumkonzepte und Schuleinzugsbereiche regelmäßig überprüfen und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Wir sollten vor dem Hintergrund der Geburtenrückgänge das Angebot an Krippen und Kindertagesstätten evaluieren und die Betreuungsqualität nach Möglichkeit verbessern.
Die Angebote für junge Menschen und Senioren in Rotenburg sind unzureichend. Die aufsuchende Straßensozialarbeit in Rotenburg ist ein Erfolgsmodell, erreicht aber naturgemäß nur einen Ausschnitt der jungen Menschen. Das muss verbeitert werden. Im Dialog mit dem Seniorenbeirat und Organisationen von und für ältere Menschen kommt es darauf an, die Angebote für Senioren auszubauen, um gerade die zu erreichen, die an Einsamkeit leiden. Wir müssen ihnen ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen.
Das Ehrenamt ist in allen Bereichen zu fördern. Dabei müssen wir die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Unternehmen wie Sparkassen und Stadtwerke verstärken. Ehrenamtliche brauchen bei ihrer Arbeit Unterstützung. Dabei ist vor allem an die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern zu denken. Es war ein schwerer Fehler, dass Rot-Grün die Chancen des Sportstättenförderprogramms des Bundes nicht genutzt hat und Rotenburg nun auf Spenden von privater Seite, wie etwa beim Bau eines Kunstrasens auf dem Sportplatz in der Ahe, angewiesen ist. In die Sportinfrastruktur in Rotenburg muss sachgerecht investiert werden. Ein Skandal wie beim Bau des sogenannten „Winterrasens“ darf sich nicht wiederholen.